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Den Auftrag haben Sie in der Tasche. Denken Sie…

Aber warum jetzt diese Fragen: Ob Sie Aufträge in dieser Größenordnung überhaupt schon mal abgewickelt haben? Ob Sie finanziell durchhalten, bis das letzte Stück gefertigt ist?

Wenn ein potenzieller Neukunde solche Fragen stellt, hat er vermutlich Auskünfte über Ihr Unternehmen eingeholt. Und Sie haben sich nicht darum gekümmert, welche Informationen über Ihr Unternehmen im Umlauf sind.

Auskunfteien proaktiv informieren

Auskunfteien wie Creditreform oder Bürgel sind die erste Anlaufstelle, wenn sich Unternehmen über neue Geschäftspartner informieren wollen. Aber nicht nur potenzielle Neukunden erkundigen sich. Auch Lieferanten, Banken, Leasinggeber und andere Finanzierungspartner tun das.

Leider erlebe ich es in der Praxis regelmäßig, dass Unternehmen sich zu wenig darum kümmern, welche Informationen Auskunfteien über sie verbreiten. Dabei können Sie durchaus Einfluss darauf nehmen. Warum Sie das tun und worauf Sie dabei achten sollten können Sie hier nachlesen.

 

Das Online-Bonitätsportal bankenscore.de

Inzwischen geht das deutlich einfacher über das Onlineportal bankenscore.de. Bankenscore fragt im Auftrag des Kunden die Daten bei Creditreform oder Bürgel ab, wertet sie aus und verdichtet die Informationen zu Bonitätsindizes, die Auskunft über die Kreditwürdigkeit des Unternehmens und des Unternehmers geben. Da auch der Durchschnittswert der Branche angegeben wird, sehen Sie, wie Sie im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern stehen.

Insgesamt basieren die Möglichkeiten von bankenscore.de auf drei Säulen:

 

1.      Daten prüfen und korrigieren

Unternehmen dürfen laufend und kostenlos die über sie gespeicherten Informationen einsehen. Fehlerhafte Daten können über die Plattform korrigiert werden. Zudem gibt es die Möglichkeit Bilanzen, unterjährige betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWAs) und andere Geschäftszahlen direkt hochzuladen.

Die korrigierten Daten werden an die Auskunfteien weitergeleitet, von diesen geprüft und deren Auskünfte entsprechend aktualisiert So können Unternehmen permanent und ohne großen Aufwand dafür sorgen, dass die Informationen, die über sie in Umlauf kommen, korrekt sind.

Gerade bei jungen Wachstumsunternehmen spiegeln veraltete Zahlen ein verzerrtes Unternehmensbild wider. Innerhalb von ein, zwei Jahren ist vielleicht der Umsatz um 50 % gestiegen, die Mitarbeiterzahl hat sich deutlich erhöht, statt Verlusten werden jetzt satte Gewinne ausgewiesen und vieles mehr. Aber auch wenn Ihre Unternehmensentwicklung nicht so extrem verläuft: nur aktuelle Zahlen zeigen, wo Ihr Unternehmen steht.

Aktuell arbeitet das Portal mit Creditreform und Bürgel zusammen. Es wird aber nur eine Auskunft pro Kunden verwendet. Wichtig ist, dass die aktualisierten Daten an beide Auskunfteien weitergeleitet werden.

 

2.      Bonität verbessern

Nach meiner Erfahrung kennen viele Unternehmen ihre Ratingeinstufung – also ihre Kreditwürdigkeitsbeurteilung – bei der Bank gar nicht. Diese zu kennen und zu wissen, wie sie sich zusammensetzt, ist aber Voraussetzung für gezielte Maßnahmen zur Ratingverbesserung. Die „harten“ Bilanzzahlen sind nämlich nur ein Teil der Ratingnote. Auch die sogenannten „weichen“ Faktoren, wie Managementqualitäten, Wettbewerbsfähigkeit und ganz besonders die Kontoführung tragen ihren Teil dazu bei.

 

Beurteilung des Zahlungsverhaltens

Zur Beurteilung des Zahlungsverhaltens des Unternehmens werden auf dem Portal Bankkonten eingebunden und analysiert. Wird das Konto immer hart an der Kreditlinie geführt, wird die Linie gar überzogen, führt das zur Verschlechterung der Bonitätseinstufung – genau so wie bei Banken.

Zudem besteht die Möglichkeit weitere Konten für die Analyse hinzuzufügen. Ich kenne nicht wenige Unternehmen, die neben ihren allgemeinen Geschäftskonten auch Konten rein auf Guthabenbasis führen. Beispielsweise um dort die Belastungen für nur halbjährlich oder jährlich fällige Kreditraten anzusparen. Solche Konten sollten auf jeden Fall auch eingebunden werden.

 

Vorteile durch proaktives Handeln

Alleine die Tatsache, dass proaktive Finanzkommunikation betrieben und aktuelle Unternehmensdaten bereitgestellt werden, gibt schon Pluspunkte bei der Beurteilung der Unternehmensführung.

Unternehmen, die wissen, wie ihre Kreditwürdigkeit von potenziellen Geldgebern und anderen Geschäftspartner eingeschätzt wird, können mögliche Schwachstellen identifizieren und Lösungen aufzeigen. Das verbessert die Position bei Finanzierungsverhandlungen erheblich.

Mein Tipp dazu am Rande: Lassen Sie sich von Ihrer Bank immer erklären, wie die Ratingeinstufung zustande gekommen ist. Aufgrund fehlender Zusatzinformationen werden dort Zahlen und Entwicklungen auch schon mal falsch interpretiert.

Von Ludolf Ebner, einer der Gründer und CEO von bankenscore.de, habe ich erfahren, dass es künftig auch konkrete Tipps und Empfehlungen zur Ratingverbesserung geben wird, beispielsweise zur Bilanzoptimierung.

 

3.       Bonitätsbasierte Kreditangebote einholen

Nicht nur die Unternehmensdaten können auf bankenscore aktualisiert werden. In Kooperation mit einem Finanzportal können direkt Finanzierungsangebote angefordert werden.

 

Nachteil von Kreditvergleichsportalen im B2B Geschäft

Bisher bin ich Kreditvergleichsportalen für Unternehmensfinanzierungen äußerst skeptisch gegenübergestanden. Die tatsächlich geltenden Konditionen basieren nun mal auf der individuellen Bonitätseinstufung des Unternehmens. Die besten Konditionen nützen nichts, wenn nach der Prüfung durch die Bank, die Kreditangebote nicht zur Unternehmensbonität passen. In verschiedenen Praxistests für Unternehmen habe ich genau das erlebt.

 

Vorteil von bankenscore.de

Anders ist die Situation bei den Finanzierungsangeboten, die über bankenscore.de kommen. Diese basieren auf einer konkreten Bonitätseinstufung. Entscheidet sich der Kunde für ein Angebot, durchläuft der Kreditantrag zwar ganz normal den Prüfungsprozess der entsprechenden Bank. Da die kreditrelevanten Daten aber bei bankenscore.de aktuell hinterlegt und an die Anforderungen der Banken angepasst sind, sollten keine großen Überraschungen in der Bonitätsbeurteilung mehr auftauchen. Das erspart aufwändige Recherchearbeiten. Von Banken bekommen Unternehmen nicht einfach mal am Telefon Konditionen genannt. Den Angeboten geht immer eine Kreditwürdigkeitsprüfung voraus – jedes Mal, bei jeder angefragten Bank.

Außer Krediten können auch Leasing- und Factoring-Angebote eingeholt werden. Laut Ludolf Ebner arbeitet bankenscore.de auch an einem Sofortkredit, der dann direkt vergeben werden kann. Das wird aber noch „einige Monate dauern“.

 

Fazit

Ich rate jedem Unternehmen, sich um die Informationen zu kümmern, die Auskunfteien über sie sammeln und verteilen. Falsche und veraltete Daten können der Unternehmensreputation erheblich schaden. Über bankenscore.de ist die Datenpflege jederzeit, einfach und kostenlos handhabbar. Bonitätsbasierte Finanzierungsangebote bringen zusätzlichen Mehrwert und erlauben Konditionenvergleiche ohne aufwändige Einzelrecherchen.

Bancenscore.de hat ihren Sitz in Berlin, unterliegt also der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).