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Sie sammeln systematisch Daten von Unternehmen, werten sie aus und verkaufen sie weiter. Und das Ganze offen und legal. Die Rede ist von Wirtschaftsauskunfteien wie Creditreform oder Bürgel.

Die Dienste sind in der Wirtschaft rege gefragt…

  • von Banken für eine erste Einschätzung der Bonität (Kreditwürdigkeit) von Unternehmen.
  • von Leasinggesellschaften als wichtige Entscheidungsgrundlage, ob sie dem Unternehmen eine Leasingfinanzierung einräumen oder nicht.
  • von Unternehmen, die einen größeren Auftrag zu vergeben haben und sicher gehen wollen, dass der potenzielle Auftragnehmer in der Lage ist, den Auftrag zuverlässig abzuwickeln.
  • von Lieferanten, die sich vergewissern wollen,  dass ihre Rechnungen bezahlt werden können.

 

Woher kommen die Informationen?

Die Informationen holen sich die Auskunfteien zum einen aus allen öffentlich zugänglichen Quellen, wie dem elektronischen Bundesanzeiger, Veröffentlichungen der Handelsregister und natürlich dem Internet. Zum anderen sind Befragungen der Geschäftspartner und der Unternehmen selbst eine wichtige Informationsquelle. Und genau hier können Unternehmen ansetzten. Damit meine ich keineswegs, falsche oder beschönigende Angaben zu machen, sondern generell aktuelle Informationen über das eigene Unternehmen offen an diese Dienste weiter zu geben.

Prinzipiell kann ich die Abneigung vieler Unternehmer verstehen, freiwillig Informationen herauszugeben. Aber angesichts der Folgen, die eine schlechte Bonitätseinschätzung mit sich bringt, halte ich es für das kleinere Übel. Ist das eigene Unternehmen erst einmal in die Kategorie „schwache Bonität“ oder schlechter eingeordnet, wird es schwierig Geschäfte zu vernünftigen Bedingungen zu machen.

 

Einflussmöglichkeiten

Üblicherweise bitten die Auskunfteien die beurteilten Unternehmen im Jahresrhythmus darum, die über sie gesammelten Informationen zu aktualisieren. Gerade wenn ein Unternehmen wächst, sich Umsatz und Ertrag stetig verbessern, sollten die Auskunfteien aktiv darüber informiert werden. Nachdem sich bei kleinen Unternehmen keine Angaben zu Umsatz und Ertrag im elektronischen Bundesanzeiger finden, werden solche Erfolge daher nicht immer entsprechend gewürdigt. Sofern die aktuelle Auftragslage auf weitere Umsatz- und Ertragszuwächse schließen lässt, lohnt es sich auch darüber zu berichten. Es spricht übrigens gar nichts dagegen unaufgefordert über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Im Gegenteil – es bringt Pluspunkte, selbst aktiv zu werden.

 

Zahlungsziele

Ein weiteres wichtiges Beurteilungskriterium ist das Zahlungsverhalten des Unternehmens. Zögert es fällige Zahlungen hinaus, muss es vielleicht sogar von den Lieferanten gemahnt werden, verschlechtert sich der so genannte Bonitätsindex  (Beurteilung der Kreditwürdigkeit mittels einer Note) sofort. Durch eine vorausschauende Liquiditätsplanung lässt sich das in vielen Fällen vermeiden. Geben Sie von sich aus eine Aufstellung von ausgewählten Lieferanten, am besten mit den Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner, an die Auskunfteien. So können Sie dafür sorgen, dass die Einschätzung der Lieferanten, zu denen eine problemlose Geschäftsbeziehung besteht, tatsächlich in die Beurteilung einfließt.

 

Informieren

Genau wie bei der Zusammenarbeit mit der Bank kann eine transparente Informationspolitik den Bonitätsindex um einige entscheidende Punkte nach vorne bringen. Das erleichtert die Zusammenarbeit mit vielen Geschäftspartnern und schlägt sich positiv in den Konditionen wie Zahlungszielen, Zinsen und Aufträgen nieder.

 

Außerdem

Als Unternehmer lohnt es sich, die private SCHUFA im Blick zu behalten und aufzupassen, dass dort keine negativen Informationen vermerkt sind. So manches unternehmerisches Vorhaben ist schon an der negativen SCHUFA-Auskunft des Unternehmers gescheitert.

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