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Die Kapitaldienstfähigkeit ist eine der wichtigsten Kennzahlen bei jeder Kreditentscheidung. Sie zeigt, ob Ihr Unternehmen Zinsen und Tilgungen dauerhaft aus dem laufenden Geschäft erwirtschaften kann. Viele Finanzierungen scheitern nicht an fehlenden Sicherheiten, sondern daran, dass die Bank die zukünftige Kapitaldienstfähigkeit als zu knapp einschätzt.

In diesem Beitrag erfahren Sie

  • was Kapitaldienstfähigkeit genau bedeutet,

  • wie Banken die Kennzahl berechnen,

  • welche Werte als kritisch oder gut gelten,

  • warum Banken oft zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen,

  • und wie Sie Ihre Kapitaldienstfähigkeit gezielt verbessern können.

Was ist Kapitaldienstfähigkeit?

Kapitaldienstfähigkeit bedeutet, dass ein Unternehmen die vereinbarten Zinsen und Tilgungen fristgerecht und dauerhaft aus dem laufenden Geschäft bezahlen kann.

Die Bank stellt dabei zwei Größen gegenüber:

Kapitaldienstgrenze:

Freie Liquidität, die für Zins und Tilgung zur Verfügung steht.

Kapitaldienst:

Tatsächlich zu bezahlende Zinsen und Tilgungen

 Kapitaldienstfähigkeit = Kapitaldienstgrenze ÷ Kapitaldienst 

Ein Wert von 1,0 bedeutet: Der Kapitaldienst kann gerade noch bezahlt werden. Es bleibt jedoch kein Sicherheitspuffer.

Warum ist diese Kennzahl für Banken so wichtig?

Ist die Kapitaldienstfähigkeit nicht gegeben, kann die Bank schon aufgrund gesetzlicher Vorschriften den Kredit nicht genehmigen. Sie muss sich immer davon überzeugen, dass das Unternehmen auch künftig in der Lage ist, den Kapitaldienst aus dem operativen Geschäft zu tragen. Ist das nicht der Fall, kann und darf sie den Kredit nicht genehmigen. Da helfen dann auch die besten Sicherheiten nicht.